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Pflege-Vorsorge

Pflegebedürftigkeit ist für die meisten Bürger ein ernstes Thema. Oft befasst man sich erst dann ernsthaft damit, wenn man einen Pflegefall in der Familie hatte und aus erster Hand erfahren musste, welcher Aufwand und welche Kosten daraus resultieren.

Da es keine Verpflichtung zur privaten Pflegeergänzung gibt, denken viele Kunden leider erst in fortgeschrittenem Alter daran, sich um diese sinnvolle Vorsorge zu bemühen, also dann wenn der Gesundheitszustand es eventuell gar nicht mehr zulässt, eine Versicherung überhaupt noch zu bekommen.

Wir analysieren mit Ihnen zusammen, welche Mittel im Pflegefall zur Verfügung stehen - und welche finanziellen Belastungen sich in diesem Rahmen auftun würden. Ebenso informieren wir Sie, mit der Unterstützung von Anwälten, Notaren und Generationenberatern, über die Unterhaltspflicht gegenüber Familienangehörigen, die evtl. Rückabwicklung von Schenkungen, wenn es um Pflegezahlungen geht.

Pflegebedürftigkeit kennt kein Alter und kein Geschlecht!
Lassen Sie uns daher über dieses wichtige Thema sprechen!

Weitere Infos finden Sie hier: www.pflegeberatung.de
Gesetzliche Pflegepflicht (PVN / SPV)
Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung wird unterschieden zwischen häuslicher Pflege, teilstationärer Pflege und vollstationärer Pflege. Bei der häuslichen Pflege kann ein Pflegegeld beantragt werden, wenn ein Familienangehöriger die Person selbst pflegt. Durch das erste Pflegestärkungsgesetz wurden per 1. Januar 2015 die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet. Die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen wird erhöht. Zudem wurde zur Finanzierung der Pflegestärkungsgesetze ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet. Ab 2017 werden aus drei Pflegestufen dann fünf Pflegegrade. Die Abstufungen werden neu vorgenommen, um den Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz gerecht zu werden: Diese bekommen ab 2017 voraussichtlich den jeweils höheren Pflegegrad zugesprochen. Momentan wird die Überführung in das neue System noch diskutiert. Es wird aber wahrscheinlich zu einer formalen Übertragung der jetzigen Pflegestufen in das neue Modell kommen.
Pflege-Tagegeld

Beim Pflegetagegeld wird eine feste Summe vereinbart, die der Patient zur freien Verfügung hat. Der Versicherte kann selbst entscheiden, wofür das Geld genutzt wird. Die Höhe des ausgezahlten Tagesgeldes richtet sich nach der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufen). Für jeden Tag der festgestellten Pflegebedürftigkeit, nach Ablauf der tariflichen Karenzzeit, erhält der Versicherte ein Tagegeld, ohne dass die tatsächlichen Kosten nachgewiesen werden müssen. Das Pflegetagegeld wird meist nach den drei Pflegestufen gestaffelt. Auch für Demenzerkrankte sehen manche Tarife am Markt bereits eine Leistung vor („Pflegestufe 0“).

Pflege-Bahr

Seit Januar 2013 ist es nun endlich so weit: Vater Staat hat dafür gesorgt, dass nahezu jeder das größte aller Volksprobleme lösen kann: die Kosten der Pflegebedürftigkeit. „Pflege-Bahr“ ermöglicht es fast jedem, ohne Gesundheitsprüfung private Vorsorge gegen den hohen Eigenanteil der Kosten im Pflegefall zu erhalten. Auch bereits kranke Bürger kommen in diesen Genuss. Grundsätzlich ist private Pflegeergänzung für jeden Bürger ein Thema, um das er sich eigenverantwortlich kümmern sollte. Daher ist die staatlich geförderte Pflegeergänzung auch grundsätzlich für jeden volljährigen Bürger interessant. Bedingt durch die Annahmeverpflichtung der Versicherer eignet sich dieser Lösungsweg natürlich vor allem für Kunden, die bereits eine gewisse Krankengeschichte vorweisen - das kann auch Ihre Großmutter oder Ihr Schwiegervater sein, für deren Pflegekosten Sie evtl. aufkommen müssen, wenn der Pflegefall eintritt. Wem die Leistungssätze in den einzelnen Pflegestufen nicht zusagen, oder wer keine Wartezeit einhalten möchte, bis die Leistung zur Verfügung steht, kann wie bisher auch auf „normale“ Tarife der Pflegeergänzung ausweichen, die evtl. eine Gesundheitsprüfung nötig machen.

Pflege-Rentenversicherung

Die Pflegerente ist anders als die Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherung Bestandteil der Lebensversicherung. Das Risiko, zu einem Pflegefall zu werden, wird mit einer Renten- oder Kapitallebensversicherung abgesichert. Der Versicherte erhält eine monatliche Rentenzahlung seines Versicherers. Die Höhe des Auszahlungsbetrages richtet sich ausschließlich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit, der Staffelung des gewählten Tarifs und der frei vereinbarten Rente. Die Höhe und Art der tatsächlichen Aufwendungen sowie der Ort der Pflege haben keinen Einfluss auf die Zahlung. Der Beitrag zur Pflegerentenversicherung ist tendenziell höher, da der Lebensversicherer, im Gegensatz zu den Krankenversicherungsunternehmen, seine zugesagte Leistung nicht mehr durch Beitragsanpassungsklauseln nachträglich verändern kann. Jedoch bietet die Pflegerentenversicherung eine Überschussbeteiligung an, die sich auch zur Beitragsreduktion einsetzen lässt. Für die Leistungsberechnung in der Pflegeversicherung nach ADL- System werden die Punkte addiert, um den Patienten und seinen Pflegebedarf in den bekannten Pflegestufen einordnen zu können. Im Gegensatz zur „herkömmlichen“ Prüfung durch den Medizinischen Dienst , der die für die Pflege des Patienten aufzuwendende Zeit misst , legt das ADL-Punktesystem fest , welche körperlichen Tätigkeiten oder Grundfähigkeiten der Patient nicht mehr ohne fremde Hilfe ausführen kann. Die Aktivitäten des täglichen Lebens (aus dem Englischen: Acitivities of daily living) wurden hierzu in sechs Kategorien eingeteilt. Anbieterabhängig wird ab zwei bis drei Punkten die Pflegebedürftigkeit anerkannt und Leistungen gemäß mindestens Pflegestufe1 erbracht. Ab fünf oder sechs Punkten ist die Pflegestufe 3 erreicht. Das bedeutet also: Umso weniger Punkte für die Leistung in der jeweiligen Pflegestufe benötigt werden, umso besser ist dies für den Kunden.

Pflegekostenversicherung

Eine Pflegekostenversicherung stockt die gesetzlichen Leistungen um einen bestimmten Prozentsatz auf, der bei Vertragsabschluss festgelegt wird. Diese feste Bindung an den Kassensatz kann sich nachteilig auswirken: Sind die Leistungen der gesetzlichen Kasse gering, zahlt auch die private Versicherung wenig. Andere Tarife übernehmen die Restkosten bis zu einer Höchstgrenze. Bleibt dann immer noch eine Lücke, muss der Versicherte die Restkosten aus eigener Tasche zahlen. Generell kommen Kostentarife nur für nachgewiesene Kosten auf, zum Beispiel durch Rechnung eines Heimes oder eines Pflegedienstes. Dazu zählen nur die Leistungen, die im Katalog der gesetzlichen Pflegeversicherung aufgeführt sind. Unterkunft und Verpflegung werden in der Regel nicht erstattet. Lässt sich der Versicherte von seinen Angehörigen oder Freunden pflegen, fällt die Erstattung geringer aus als bei häuslicher Pflege durch einen Pflegedienst.

Pflege Optionen

Alternativ finden sich auch teilweise Leistungen im Pflegefall in unterschiedlichen Produktgattungen als sogenannte Pflegeoptionen. Diese Bausteine können einen ersten und wichtigen Einstieg in die Pflegeabsicherung bieten, sind jedoch meist nur Ausschnittsdeckungen und ersetzen daher selten eine reine Pflegezusatzvorsorge. Zu finden unter

Sterbegeldversicherung

Zugegeben, es ist nicht sehr angenehm, sich über seine eigene Endlichkeit Gedanken zu machen. Aber es gehört auch zum Leben, sich mit Fragen wie z. B. „Wie soll meine Beerdigung aussehen?“ und „Wer bezahlt meine Bestattung?“ auseinander zu setzen. Früher war es einfacher: Über 10 Jahre war das Sterbegeld Teil der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Aber bereits seit 1998 wurde die Sterbegeldleistung schrittweise reduziert und ist seit 2004 sogar ersatzlos gestrichen. Das heißt, im Sterbefall haben Hinterbliebene keinen Anspruch auf eine Sterbegeldleistung aus der GKV mehr. Der Tod eines Angehörigen ist für die Hinterbliebenen traurig genug. Oft kommt dazu aber noch die finanzielle Belastung durch die Bestattungskosten. Um Ihre Angehörigen davor zu schützen, sollten Sie rechtzeitig mit einer privaten Sterbegeldversicherung vorsorgen. Denn nur allzu oft trifft der Trauerfall völlig unerwartet ein, ohne dass ausreichend Rücklagen dafür gebildet wurden.

Risikoversicherung
Der Tod eines nahe stehenden Menschen ist immer schmerzlich und eine belastende Zeit, in der vieles andere in den Hintergrund rückt. Eine Risikolebensversicherung hält „den Rücken frei”, damit in dieser schwierigen Phase nicht auch noch finanzielle Sorgen dazu kommen. Denn, auch wenn die Gedanken in dieser Zeit sicherlich wo anders sind, die finanziellen Verpflichtungen laufen weiter. Lebenshaltungskosten, Geschäftskredite oder ein Baudarlehen - finanzielle Verpflichtungen sollten nicht auf den Schultern der Hinterbliebenen lasten. Mit einer Risikolebensversicherung können Sie die Existenz Ihrer Ehe-, Lebens- oder Geschäftspartner optimal absichern.
Elternunterhalt

Dass Kosten überhaupt entstehen, liegt daran, dass der Staat mit seinen Sozialämtern eingreift, wenn Menschen auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Das Geld versuchen sich die Ämter dann nach folgendem Schema zurückzuholen: zunächst werden die Finanzen des Pflegebedürftigen selbst verwertet. Als nächstes greifen sie auf Geldmittel des Ehepartners zu und dann auf die der Kinder.
Um zu prüfen, wie viel Geld zur Verfügung steht, müssen die Finanzen offen gelegt werden – ein Grund, weshalb viele Kinder ohne Gegenwehr zahlen, wenn Haus, Vermögen und Besitz der Eltern aufgebraucht sind.
Bei der Pflicht zur Offenlegung geht es nicht nur um aktuelles Vermögen. Wer Schenkungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre von seinen Eltern erhalten hat, muss diese preisgeben. Das Sozialamt darf sie zur Kostendeckung zurückfordern. Dies dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keinesfalls eine Beratung durch einen Generationenberater oder einem Anwalt oder einen Notar Ihres Vertrauens.

Patienten-/Betreuungs-/Vorsorgeverfügung

Das Recht zur Selbstbestimmung genießt in unserer Gesellschaft aus gutem Grund höchsten Stellenwert. Jeder Bürger ist berechtigt, frei für sich Entscheidungen treffen zu dürfen. Dies stellt einen ganz wesentlichen Beitrag zur Würde des Menschen dar. Durch einen Unfall, Krankheit oder den Verfall der körperlichen bzw. geistigen Leistungsfähigkeit im Alter, kann jeder in die Situation geraten, wichtige Fragen nicht mehr selbst beantworten zu können. Das Betreuungsrecht regelt, wer Entscheidungen für Sie treffen darf, wenn Ihnen ein eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist. Dabei soll das Selbstbestimmungsrecht bestmöglich gewahrt bleiben. Die Bestellung eines Betreuers wird von einem für Sie zuständigen Amtsgericht festgelegt. Dieser bestellte Betreuer darf ausschließlich im gerichtlich festgelegten Umfang handeln. Auch die Wünsche des Betroffenen müssen hierbei beachtet werden, wenn diese bekannt sind. Es empfiehlt sich daher frühzeitig darüber nachzudenken, wem man im Fall der Fälle die Entscheidungsvollmacht erteilen möchte. Auch, welche Behandlungen oder lebenserhaltenen Maßnahmen man ablehnt, sollte man bedenken. Rechtsverbindlich kann man seine Wünsche und Vorstellungen in entsprechenden Verfügungen dokumentieren. Auch für Ihre Angehörigen ist es hilfreich, von Ihren persönlichen Vorstellungen zu wissen. Sprechen Sie daher bitte auch mit diesen, dass Verfügungen bestehen und wo diese zu finden sind, wenn sie benötigt werden. Dies dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keinesfalls eine Beratung durch einen Arzt, einen Anwalt oder einen Notar Ihres Vertrauens.

Nachlass / Erbvertrag / Testament

Der Nachlass kann mit einem Testament oder einem Erbvertrag geregelt werden. Ein Testament kann handschriftlich verfasst oder durch einen Notar erstellt werden. Es kann jederzeitiger widerrufen werden (ausdrücklich oder durch ein neues, späteres Testament). Es besteht für den Erblasser keine lebzeitige Bindung. Problematisch ist in diesem Fall, wenn mehrere Einzeltestamente oder Ergänzungen vorliegen. Bei der Gestaltung des letzten Willens sind dem Erblasser kaum Grenzen gesetzt. Es können beliebige Personen zu verschiedenen Anteilen eingesetzt werden, egal ob es sich dabei um Vermögen oder Einzelgegenstände handelt. Zudem können Auflagen festgelegt werden. Ein Erbvertrag muss grundsätzlich notariell beurkundet werden. Er ist bindend für den Erblasser und eine Anfechtung bzw. ein Rücktritt ist nur in engen Grenzen möglich. Dies dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keinesfalls eine Beratung durch einen Anwalt oder einen Notar Ihres Vertrauens.